Klassizismus / Historismus
Im Historismus war durch die erstmalige massenhafte Verfügbarmachung von Vorlagenmaterial aus allen Epochen zu vordergründig ästhetisch-bildenden, vor allem aber ökonomischen Zwecken das Ornament wissenschaftliches Thema der Kunstgeschichte und Ästhetik geworden, allerdings noch ohne seine Ausdrucksfunktion verloren zu haben. Neogotik, Neorokoko, Neorenaissance, Neobarock, Neobiedermeier werden ab dem späten 18. Jahrhundert bis 1880 zu aufeinander folgenden und einander überlagernden Stilmodi der Ornamentmoden. Vorlbildersammlungen und Musterkataloge von Produzenten sowie Kunstzeitschriften treten als Vorlagen für die Ornamentik nun an die Stelle des Ornamentdrucks. Abb. 12
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Abb.12.: Georg Pein
Ansicht eines Springbrunnens, aus der Folge Ideen zur äußeren
und inneren Verzierung von Gebäuden
Stecher: Joseph Spiegl
Wien, 1809
Punzenstich 24,1 x 34,5 cm
M.A.K I.N.: K.I. 2284
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Bernd Evers, Rainald Franz
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